In Kürze
- Digitales Treueprogramm statt Papier: QR-Code auf dem Bon, keine App-Installation.
- Typische Prämien: Gratis-Vorspeise nach 5 Besuchen, 10-€-Geburtstags-Gutschein, Happy-Hour-Doppelpunkte.
- Automatische Reservierungs-Erinnerungen (Standard 24 h vor Termin) senken die No-Show-Rate merklich.
- Kampagnen an alle Gäste, an einen Standort oder an manuell ausgewählte Kundinnen, Mittags- vs Abend-Segmente pflegst du selbst.
- Free 0 € (bis 10 Stammgäste), Starter ab 39 €/Monat (bis 250 Stammgäste), DSGVO-konform, Hosting in Deutschland.
Restaurant ist schwerer als Café oder Bäckerei. Dein Gast kommt nicht täglich, sondern vier- bis sechsmal im Jahr, wenn es gut läuft. Das heißt: Du hast pro Jahr vier Chancen, dich zu merken. Papierkarten passen nicht ins Ambiente, das weiß jeder, der schon mal in einem halbwegs vernünftigen Laden gegessen hat. Papier neben dem Weinglas wirkt wie Fußgängerzonen-Pommes. Digital geht das dezent: Der Gast scannt beim Bezahlen am Tisch, das Service-Team muss nichts tun.
Warum Restaurants ein Treueprogramm brauchen
- Selbst deine besten Stammgäste kommen nur vier- bis sechsmal im Jahr. Ohne Kundendatei merkst du nicht, wenn jemand seit fünf Monaten weg ist.
- Mittagstisch und Abendgeschäft sind zwei verschiedene Läden mit den gleichen vier Wänden, eine Papierkarte kann das nicht trennen.
- No-Shows: acht bis fünfzehn Prozent der Reservierungen erscheinen nicht. Jeder leere Tisch am Samstagabend kostet dich 80 bis 200 Euro Deckungsbeitrag.
Die drei Probleme zusammen fressen einen relevanten Teil des Jahresumsatzes. Ein digitales Treueprogramm löst keines davon magisch, aber es gibt dir überhaupt erst die Daten, um gegensteuern zu können, ohne Kassentausch, ohne Mehrarbeit am Pass.
So funktioniert Treuli für Restaurants
- QR-Code auf dem Bon oder am Tisch. Die meisten Kassen drucken einen individuellen QR-Code am Bonfuß. Alternativ: ein dezenter Aufsteller am Tisch oder der Klassiker auf der Rechnungsmappe.
- Gast scannt selbst beim Bezahlen. Keine App-Installation, keine Registrierung am Tisch. Progressive Web App öffnet sich im Browser, Punkte werden automatisch verbucht. Wer will, speichert die Karte in Apple oder Google Wallet.
- Kampagnen an ausgewählte Gäste. Im Dashboard siehst du Punktestand und Besuchshistorie deiner Gäste; Kampagnen schickst du an alle, an einen Standort oder an eine manuell ausgewählte Liste (z. B. alle Gäste mit Valentinstag-Reservierung). Automatische Segmente wie "Paare" oder "Familien" pflegt Treuli nicht, die Auswahl triffst du bewusst pro Kampagne.
Einrichten dauert etwa eine halbe Stunde, inklusive Logo und erster Kampagne. Dem Service-Team sagst du: "Wenn der Gast den QR auf dem Bon scannt, muss du nichts tun." Das war die Schulung.
Prämien-Ideen, die in Restaurants nachweislich funktionieren
Gratis-Vorspeise nach 5 Besuchen
Eine Vorspeise kostet dich deutlich weniger Wareneinsatz als ein Hauptgang, fühlt sich für den Gast aber nicht wie Resterampe an. Nach fünf Bons wird automatisch ein Gutschein ausgestellt, du musst im Service nichts ankündigen.
Geburtstags-Bonus
Am Geburtstag bekommt der Gast automatisch 500 Punkte gutgeschrieben (Standard, konfigurierbar) plus eine In-App-Benachrichtigung. Im Prämien-Katalog hinterlegst du z.B. einen Rabatt auf das Geburtstagsmenü. Niemand geht allein zum eigenen Geburtstagsessen, du holst in der Regel einen kompletten Tisch in den Laden.
Happy-Hour-Kampagne
Du schickst Montagvormittag eine Kampagne raus: "Diese Woche 17–19 Uhr Doppelpunkte." Der Bonus wird beim Scan manuell zugebucht. Zieht Early-Diner in die Randzeit, bevor die Hauptwelle ab 19:30 reinläuft. Ein automatisches Zeitfenster für Multiplikatoren kann Treuli aktuell nicht, das musst du beim Punkte-Buchen selbst steuern.
Valentinstag-Menü-Upgrade
Kampagne an alle Stammgäste mit Marketing-Opt-in: "Buche zu Valentin und löse deine Punkte gegen ein Amuse-Bouche oder Dessert ein." Wirkt premium, kostet dich fast nichts. Ein eigenes "Partner-Datum"-Feld pflegt Treuli nicht, die Kampagne geht breit raus, und wer sie braucht, nutzt sie.
Saisonale Kampagnen-Playbook
Das Gastro-Jahr ist berechenbar. Valentinstag, Muttertag, Silvester, Oktoberfest, jeder weiß, wann die fetten Tage kommen. Der Unterschied: Manche Wirte füllen die Reservierungsliste zwei Wochen vorher, andere stehen am Mittwoch davor noch mit halb leerem Buch da. Wer eine Kundenliste hat, verschickt den Push zehn Tage vor Valentinstag und hat Freitag schon ausgebucht.
- Valentinstag, Muttertag, Silvester-Menü, Oktoberfest. Die vier fetten Gastro-Termine: Valentinstag (Paare reservieren zwei Wochen vorher), Muttertag (Familien wollen Sonntagmittag, nicht 14:30 Uhr), Silvester (Menü-Reservierung geht schon im Dezember los), Oktoberfest (regional, aber heftig). Kampagne raus, wenn du spürst, dass die Vorbestellungen schleichen. Lieber zehn Tage zu früh als drei Tage zu spät.
- September, Oktoberfest-Zeit (regional). Push an alle Gäste, die im Vorjahr September-November da waren: "Unsere Oktoberfestkarte steht." Wer einmal wegen Schweinshaxe gebucht hat, bucht wieder.
- November, Wine-Pairing-Abend. Premium-Einladung nur an Gäste mit 10+ Besuchen. Macht die dunklen Wochen vor dem Weihnachtsgeschäft planbar und signalisiert der Stammkundschaft, dass sie Stammkundschaft ist.
- Januar-Flaute. Nach Silvester kommt die Diät. Der Januar ist die Hölle für jeden Wirt. Kampagne "Komfort-Dienstag: Doppelpunkte auf alle Hauptgänge" zieht Leute genau dann rein, wenn du sie am dringendsten brauchst.
4 Praxis-Szenarien
1. Trattoria mit Familientradition
Geburtstags-Automation für alle gespeicherten Gäste. Italienische Familien reservieren Sonntagmittag zu viert bis zu sechst. Ein 10-Euro-Gutschein holt einen Tisch mit 4–6 Personen rein. Rechnest du mit 30 Euro Bon-Durchschnitt pro Kopf, sind das 120–180 Euro Umsatz, der Gutschein refinanziert sich, bevor die Nonna das Tiramisu bestellt hat.
2. Mittagsbistro in Büronähe
Zwei Prämien-Ebenen parallel: Die schnelle "Hauptgang gratis" nach 10 Besuchen für den Mittagstischler, der zwischen 12 und 13 Uhr in der Schlange steht. Daneben eine hochwertigere Vorspeisen-Prämie für die Abendgäste. Der Gast wählt selbst, welche Prämie er einlöst. Eine automatische Mittags-/Abendsegmentierung kann Treuli nicht, aber das brauchst du auch nicht, denn wer mittags kommt, löst mittags-kompatible Prämien ein.
3. Restaurant mit wechselnder Karte
Wenn du vier Karten im Jahr fährst, willst du die Stammgäste zu jeder Neuerung reinholen. Kampagne "Unsere neue Herbstkarte" an alle Gäste, die seit Juni mindestens einmal da waren. Kein Google-Ads-Budget, keine Flyer, einfach deine eigene Liste. Wer das Sommermenü mochte, will das Herbstmenü sehen.
4. Event-Restaurant mit Reservierungsgeschäft
Das Buchungsmodul (39 €/Monat Add-on) schickt 24 Stunden vor der Reservierung automatisch eine Erinnerung per E-Mail. Bei 60 Plätzen am Samstagabend bedeutet das: statt acht No-Shows nur noch zwei. Die sechs zusätzlich besetzten Plätze rechnet sich jeder mit Bon-Durchschnitt und Wochenende selbst aus. Das ist Geld, das sonst unter der Woche fehlen würde.
Preise & Start
Free 0 €, bis 10 aktive Stammgäste. Reicht zum Ausprobieren. Sobald die Liste wächst, ist Starter für 39 €/Monat bis 250 Stammgäste dran, inklusive Wallet, Analytics und E-Mail. Business 99 €/Monat bis 2000 Stammgäste. Das Buchungsmodul (Tischreservierung mit automatischer Erinnerung, 0 % Provision) kostet 39 €/Monat extra, ist im Enterprise drin. Keine Mindestlaufzeit, keine Hardware, keine Berater-Termine.
Alle Details auf /features und /pricing. Registrieren: tenant-register. Der erste QR-Code steht in 20 Minuten.
Referenzen
Ein Einblick in die Praxis bietet die Referenz Neis & Zapfen. Auch wenn es kein klassisches Restaurant ist, läuft dort eine identische Mechanik mit Stammgäste-Bindung und Push-Kampagnen. Für den Anbietervergleich: digitale Kundenkarten 2026.
Wenn du deinen Mittwoch-Stammgast nur daran erkennst, dass er immer den gleichen Tisch nimmt, fehlt dir die halbe Karte. Eine Kundenliste ist 2026 kein Luxus mehr, sondern das Minimum, ohne das du gegen Ketten und Lieferdienste unnötig schlecht dastehst.


